Wiederansiedlung des Teufelsabbiss

Nachgezogene Pflanzen des Teufelsabbiss (Succisa pratensis) wurden am Mittwoch (20.12.2023) im FFH-Gebiet Pätzer Hintersee ausgepflanzt. Es war eine gemeinsame Pflanzaktion vom NaturSchutzFonds Brandenburg, dem Botanischen Garten der Universität Potsdam und der Naturparkverwaltung.

Die Samen für die 625 Jungpflanzen wurden 2022 von Rangern des Naturparks von letzten Restbeständen in der Region gesammelt und vom Botanischen Garten aufgezogen.

Zu erkennen ist der Teufelsabbiss an der am Boden liegenden Rosette und dem aufrechten Stängel mit halbkugeligem, köpfchenförmigem Blütenstand, welcher aus 50-80 Einzelblüten besteht. Die wunderschönen meist hellblau oder violett gefärbten Blüten sind von Mai bis in den Oktober zu beobachten. Die Pflanze mag sonnige auf wechselfeuchte, magere und humose Böden.

Ein Rhizom, auch Wurzelstock genannt, dient als Speicher- und Überdauerungsorgan und reicht bis zu 50 cm tief in den Boden. Dieses Rhizom ist auch für den Namen verantwortlich, da das unterste Ende meist abgefault ist und wie „abgebissen“ aussieht.

Manche Falterarten wie der Abbiss-Scheckenfalter (Euphydyras aurinia), auch Goldener Scheckenfalter genannt, legen sogar ihre Eier am Teufelsabbiss ab, die Raupen dieses Schmetterlings ernähren sich nämlich von den Blättern.

Früher war die Pflanze häufig anzutreffen. Heutzutage gehen die Bestände jedoch zurück. Der Teufelsabbiss ist in Brandenburg stark gefährdet. Als Bioindikator weist der Teufelsabbiss auf naturnahe Standorte hin.

Gebiet

  • Naturpark Dahme-Heideseen

Kategorien

  • Natura 2000

Meldung vom 21.12.2023